Beratung und Behandlung

Betriebliche Beratung

Betreutes Wohnen

Betriebliche Schulungen

  Caritasverband Duisburg e.V.  

 

Ergebnisse der Fachtagung   

"Wenn die Familie ersäuft - Kinder in suchtbelasteten Lebensgemeinschaften ".  

Workshop 1

Thema: Prävention – Ansatzpunkte und Zielgruppen

Moderation: Monika Kaulke-Niermann, Eva Hass  

Es wurde betrachtet, was für die Kinder wichtig ist und welche Hilfsmöglichkeit es geben könnte.

Flipchartabschriften:

Ø      eigene Empfindungen ernst nehmen

Ø      Zuverlässigkeit

Ø      Regeln

Ø      Struktur

Ø      „Kind sein dürfen – ohne Verantwortung“

Ø      stillen Kindern Möglichkeiten wie z. B. Rollenspiele, Bücher etc. zur Verarbeitung bieten

Ø      Selbstbewusstsein stärken

Ø      stabile Beziehungsperson finden (außerhalb der Eltern)
-nachfragen
-anbieten
-bestimmte LehrerInnen aktivieren
-Eltern Mut machen (Beziehungsfähigkeit)

Ø      möglichst viel informieren
-verschiedene Medien einsetzen (Einsicht)

Ø      ermutigen (Initiative)

Ø      besondere Events anbieten (Kreativität und Initiation)

 

Lösungen:

-Beteiligung an gleichaltrigen Gruppen,

-andere Helfer hinzuholen

-Kinderrechte ernst nehmen

 

Ø      Resilienzien

Einsicht:

Bewusstmachen von Rollen (Familie)

                über Rollenspiele und Auswertung) Wissensvermittlung

 

Unabhängigkeit:

verbale Unterstützung der Eigenheiten, Musiktherapie: „Solisten“

 

Beziehungsfähigkeit:

Klassenfahrten, Gruppenarbeiten („Klippert“), AG’s

 

Workshop 2

Thema: Markt der Möglichkeiten

Moderation: Elke Zeyen-Treder, Simone Streicher

Es wurde überlegt, welche Hilfsmöglichkeiten es bereits gibt und was noch fehlt.

Ø      Frau Herma-Boeters, Chefärztin der Kinder- u. Jugendpsychiatrie am Kalkweg, sucht eine Suchthilfeeinrichtungen (ambulante/stationäre Behandlung der abhängigen Eltern), welche an einer Kooperation mit der Kinder- u. Jugendpsychiatrie (Behandlung der auffälligen, belasteten Kinder) interessiert ist.

Ø      Regelmäßig sollten sich zukünftig alle am Thema Beteiligten zusammenfinden (Arbeitsauftrag an die PSAG) um öfter solche Veranstaltungen wie heute zu iniitieren und Infos zusammenzustellen und weiterzugeben, was gibt es bereits in Duisburg.

Ø      Mitarbeiter von Suchthilfe und Jugendhilfe sollten gegenseitig an ihren Sprechstunden teilnehmen, damit sie mehr vom Thema verstehen.

Ø      Der Essener Kooperationsmodellvertrag sollt geprüft werden, ob er für Duisburg umsetzbar ist. (Aufgabe an die PSAG).

Ø      Als niedrigschwelliges Angebot soll der Kinderschutzbund kontaktiert werden, sie sollen einen Kindernotruf einrichten.

Ø      Im Stadtgebiet sollten Angebote in Jugendzentren, Freizeiteinrichtungen angeboten werden. Hierzu sollten die Mitarbeiter dort durch Fachleute von uns geschult werden.

Ø      Mitarbeiter des Suchthilfezentrum und des Schifferkinderheim des Caritasverbandes werden demnächst gemeinsam in Problemfamilien gehen, die ihnen vom Jugendamt gemeldet wurden und vor Ort prüfen, wie sie konkret helfen können.

 

Flipchartabschriften:

Kooperation vorhandener Angebote:

-Nikolausburg/Drogenhilfe meets Institut für Jugendhilfe

-Institutionalisieren, regelmäßige Zusammenkünfte der Beteiligten (Auftrag an PSAG)

-Kinder- und Jugendpsychiatrie, Motivationsgruppe ambulante/stationäre Therapie

-Kooperation Bewährungshilfe/Suchthilfe (Modell Neuss)

-ev. Beratungsstelle Duisburg-Marxloh,  Suchtberatungsstellen, Kindergruppen, SHG

-Ehrenamtler-Schulung (auch Selbsthilfe)

  Fachleute aus Ki/Ju-hilfe + Suchthilfe schulen das Ehrenamt

-Kooperationsvertrag Kinder-, Jugendhilfe/Suchthilfe (siehe Essen)

-AG psychosoziale Aspekte, Arbeitskreis Frühförderung – Quervernetzung Suchthilfe

  

Neue Angebote:

-Niedrigschwellige Angebote, (Kindernotruftelefon, Internet)
-Kinder – anonyme Anlaufstelle, Schule als Kooperationspartner

-über Freizeitangebote (z. B. Jugendzentren)

-Kindernotruf – Kontakt zu Kinderschutzbund –speziell für Kinder aus suchtbelasteten Familien

-Krisenbegleitung für Familien mit Kollegen aus Ki/Jugendhilfe / Suchthilfe

-Suchtberatung (Sprechstunde) im Stadtteil, in den Schulen .
 

Workshop 3

Thema: Co-abhängiges Verhalten in der Familie – was bedeutet das für die Kinder?

Moderation: Franz-Josef Werner, Ursula Gräfe

 

Idee: „wir müssen dafür sorgen, dass es für die Kinder heilende Netzwerke gibt, insbesondere in Kindergärten und Schulen muß es Angebote geben im Freizeitbereich, Sportverein, wo sie heilende Erfahrungen machen können.“

Frage: wo gibt es Möglichkeiten, die wir noch nicht kennen. Soll in Vereinen erfragt werden.

Realität: bis Ende des Jahres gibt es in allen Duisburger Selbsthilfegrupppen einen Ansprechpartner für Problemkinder von Suchtkranken, die Namen der Ansprechpartner werden veröffentlicht.

 

Flipchartabschriften:

Forderung

Ø      Entwicklung eines helfenden Netzwerkes mit zu benennenden Ansprechpartnern in allen Selbsthilfegruppen bei fachlicher Begleitung

Ø      Kranke Netzwerke bringen kranke Menschen hervor – heilende Netzwerke fördern Genesung. Kindergärten, Schule, Sport, Freizeit

 

Workshop 4

Thema: Möglichkeiten und Grenzen der Selbsthilfe für betroffene Kinder

Moderation: Brigitte Jansen, Helmuth Rath

 

Es zeigt sich, dass man in der Selbsthilfe über die Eltern nicht an die Kinder herankommt. Suchtkranke Eltern möchten das Thema nicht ansprechen, außerdem gibt es in der Selbsthilfe nur Eltern mit erwachsenen Kindern.

Die Selbsthilfe in Duisburg kooperiert sehr gut miteinander. Es gibt gegenseitige Wertschätzung.

Die Selbsthilfe hat im letzten Jahr mit der DHS eine Kampagene für Jugendliche durchgeführt Thema: „mit uns kommst Du klar“. Ein Ergebnis ist, das die Selbsthilfe beim Kindernotruf als Ansprechpartner bekannt ist. Ziel ist, dass man zukünftig solche Gespräche direkt weiterleiten kann zur Selbsthilfe ohne dass die Kinder erneut anrufen müssen.

Die Selbsthilfe wurde eingeladen in Kinderheimen und von Lehrern. Sie wollen sich dort vorstellen.

 

Flipchartabschriften:

 

Ø      Was lässt sich als neue Ideen für uns realisieren?

Ø      Zusammenarbeit der Selbsthilfegruppen

Ø      Freizeitzentren als Kontaktstelle/Beratung

Ø      Kinderheime und Vertreter der Selbsthilfe

Ø      Kindernotruftelefon auch besetzen mit „Sucht“-erfahrenen Mitarbeitern

Ø      an Schulen:. Beratungslehrer, Sozialpädagogen, Suchtkontaktlehrer, Kontaktaufnahme zur Selbsthilfe

 
 

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